Filter schließen
 
von bis
  •  
  •  

Anale Irrigation / Stoma Irrigation

Bei der Irrigation wird mit speziellen Hilfsmitteln der Darm gespült. Ziel ist es ca. 24 Stunden keinen Stuhlgang zu haben. Die Irrigation wird dabei in der regel morgens auf der Toilette durchgeführt.

In jedemfall muss bevor die Irrigation durchgeführt wird der behandelnde Arzt gefragt werden. Hat der Arzt grünes Licht gegeben, so steht der Irrigation nichts mehr im Wege. Selbst Kleinkinder können mit der Irrigation behandelt werden.

Irrigations - Systeme

Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme: Das eine System nutzt Schwerkraft, um die Spülflüssigkeit in den Darm zu bringen und das andere System wird mit einer kleinen Elektropumpe betrieben. Welches System verwendet wird ist letztlich Geschmackssache. 

Schwerkraft - Irrigationsset zur Darmspülung

Die Technik ist einfach zu erlernen und Kinder können ab etwa 8 Jahren nach einer Anlernphase selbst ohne fremde Hilfe irrigieren. Für eine Spülsequenz werden je nach Alter und Statur des Patienten etwa 100 ml bei Kleinkindern bis 1000 ml bei Erwachsenen pro Spülvorgang verwendet. Zur Bestimmung der Menge an Spülflüssigkeit hat sich die Faustregel von etwa 10 ml/kg Körpergewicht bewährt. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte die Spülsequenz aus 3 bis 5 Spülungen bestehen, wobei beim Erwachsenen mindestens 500 ml Wasser pro Spülung verwendet werden soll.  

Die Schwerkraftsysteme bestehen meistens aus einem Beutel, und einen angeschlossenen Schlauch mit Schlauchklemme. Am Ende des Schlauches wird hierbei meistens ein Konus oder ein Ballondarmrohr verwendet. Zunächst wird der Beutel mit körperwarmen Wasser gefüllt und in etwa Kopfhöhe aufgehängt (sitzend).

elektrisches Irrigationsset zur Darmspülung

Die elektrische Irrigationspumpe wird vom Ladegerät getrennt und der Spülschlauch an das Gerät angeschlossen. Am vorderen Ende wird dann der Konus oder ein Rektalkatheter mit Kegel aufgesetzt. Nun wird die Irrigationspumpe mit der für den gesamten Spülvorgang benötigten Wassermenge mit körperwarmen Wasser gefüllt und eventuell ein weiteres Gefäß mit Spülflüssigkeit bereitgestellt.  

Durchführung

Der Patient sitzt auf der Toilette, bestreicht den Konus, den Rektalkatheter oder das Ballondarmrohr mit einem Gleitgel und führt ihn in den After ein. Der Konus und der Kegel des Rektalkatheters werden nun fest gegen den After gepresst, damit der Darmausgang abgedichtet wird und keine Spülflüssigkeit ausläuft. Der Ballon vom Ballondarmrohr wird mit einer Spritze geblockt und dichtet so den After von innen her ab. Nun wird die Schlauchklemme geöffnet oder die Irrigationspumpe eingeschaltet und die entsprechende Menge der Spülflüssigkeit zügig in den Enddarm geleitet.  

Ist die entsprechende Menge an Spülflüssigkeit eingelaufen, wird der Zufluss der Spülflüssigkeit gestoppt und der Kegel, Rektalkatheter oder das Ballondarmrohr noch einige Minuten im Darm belassen, damit die Peristaltik des Darmes stärker angeregt wird. Nachdem der Kegel bzw. das Ballondarmrohr entfernt wurde, wird der Darm entleert. Zusätzlich kann mittels Bauchmassage die Entleerung unterstützt werden. Nach etwa 5 Minuten hat sich der Darm soweit entleert, dass mit der nächsten Spülung begonnen werden kann. Insgesamt werden etwa 3 bis 5 Spülungen gemacht. Nach der letzten Spülung sollte der Patient noch mindestens 10 - 15 Minuten auf der Toilette bleiben, um weitere Entleerungen abzuwarten.

Einer richtig durchgeführten Irrigation dauert etwa 30 bis 60 Minuten.

Anale Irrigation / Stoma Irrigation Bei der Irrigation wird mit speziellen Hilfsmitteln der Darm gespült. Ziel ist es ca. 24 Stunden keinen Stuhlgang zu haben. Die Irrigation wird dabei in der... mehr erfahren »
Fenster schließen

Anale Irrigation / Stoma Irrigation

Bei der Irrigation wird mit speziellen Hilfsmitteln der Darm gespült. Ziel ist es ca. 24 Stunden keinen Stuhlgang zu haben. Die Irrigation wird dabei in der regel morgens auf der Toilette durchgeführt.

In jedemfall muss bevor die Irrigation durchgeführt wird der behandelnde Arzt gefragt werden. Hat der Arzt grünes Licht gegeben, so steht der Irrigation nichts mehr im Wege. Selbst Kleinkinder können mit der Irrigation behandelt werden.

Irrigations - Systeme

Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme: Das eine System nutzt Schwerkraft, um die Spülflüssigkeit in den Darm zu bringen und das andere System wird mit einer kleinen Elektropumpe betrieben. Welches System verwendet wird ist letztlich Geschmackssache. 

Schwerkraft - Irrigationsset zur Darmspülung

Die Technik ist einfach zu erlernen und Kinder können ab etwa 8 Jahren nach einer Anlernphase selbst ohne fremde Hilfe irrigieren. Für eine Spülsequenz werden je nach Alter und Statur des Patienten etwa 100 ml bei Kleinkindern bis 1000 ml bei Erwachsenen pro Spülvorgang verwendet. Zur Bestimmung der Menge an Spülflüssigkeit hat sich die Faustregel von etwa 10 ml/kg Körpergewicht bewährt. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte die Spülsequenz aus 3 bis 5 Spülungen bestehen, wobei beim Erwachsenen mindestens 500 ml Wasser pro Spülung verwendet werden soll.  

Die Schwerkraftsysteme bestehen meistens aus einem Beutel, und einen angeschlossenen Schlauch mit Schlauchklemme. Am Ende des Schlauches wird hierbei meistens ein Konus oder ein Ballondarmrohr verwendet. Zunächst wird der Beutel mit körperwarmen Wasser gefüllt und in etwa Kopfhöhe aufgehängt (sitzend).

elektrisches Irrigationsset zur Darmspülung

Die elektrische Irrigationspumpe wird vom Ladegerät getrennt und der Spülschlauch an das Gerät angeschlossen. Am vorderen Ende wird dann der Konus oder ein Rektalkatheter mit Kegel aufgesetzt. Nun wird die Irrigationspumpe mit der für den gesamten Spülvorgang benötigten Wassermenge mit körperwarmen Wasser gefüllt und eventuell ein weiteres Gefäß mit Spülflüssigkeit bereitgestellt.  

Durchführung

Der Patient sitzt auf der Toilette, bestreicht den Konus, den Rektalkatheter oder das Ballondarmrohr mit einem Gleitgel und führt ihn in den After ein. Der Konus und der Kegel des Rektalkatheters werden nun fest gegen den After gepresst, damit der Darmausgang abgedichtet wird und keine Spülflüssigkeit ausläuft. Der Ballon vom Ballondarmrohr wird mit einer Spritze geblockt und dichtet so den After von innen her ab. Nun wird die Schlauchklemme geöffnet oder die Irrigationspumpe eingeschaltet und die entsprechende Menge der Spülflüssigkeit zügig in den Enddarm geleitet.  

Ist die entsprechende Menge an Spülflüssigkeit eingelaufen, wird der Zufluss der Spülflüssigkeit gestoppt und der Kegel, Rektalkatheter oder das Ballondarmrohr noch einige Minuten im Darm belassen, damit die Peristaltik des Darmes stärker angeregt wird. Nachdem der Kegel bzw. das Ballondarmrohr entfernt wurde, wird der Darm entleert. Zusätzlich kann mittels Bauchmassage die Entleerung unterstützt werden. Nach etwa 5 Minuten hat sich der Darm soweit entleert, dass mit der nächsten Spülung begonnen werden kann. Insgesamt werden etwa 3 bis 5 Spülungen gemacht. Nach der letzten Spülung sollte der Patient noch mindestens 10 - 15 Minuten auf der Toilette bleiben, um weitere Entleerungen abzuwarten.

Einer richtig durchgeführten Irrigation dauert etwa 30 bis 60 Minuten.

Zuletzt angesehen